Im Osten gehts schneller!
Die NBA Playoffs hatten bislang einige Überraschungen für uns auf Lager. Zwar sind viele Serien wie erwartet spannend, wie zum Beispiel Houston – Utah, aber es geht auch anders und das haben gestern gleich mal zwei Teams bewiesen, zwei weitere taten den nächsten Schritt in Richtung Semifinals.
Der Meister aus Miami zum Beispiel flog gleich mal in Runde ein sang- und klanglos mit 0-4 gegen die Chicago Bulls raus. Die letzten knapp 6 Minuten waren symbolisiert für die Heat-Saison, die scheinbar zum Scheitern verurteilt war. In diesem Zeitraum mussten die Heat mit dem Ausfall von Shaq, anschließend von Wade klar kommen, was sich als quasi unmöglich herausstellte. Dennoch schafften die Heat den Divisionstitel, aber nun das Aus gegen die starken Bulls. Schade, Heat, aber einen Meister, der in Runde 1 im darauffolgenden Jahr gesweept wurde, das gab es lange nicht mehr.
Auch das andere Team in Florida, die Orlando Magic mussten die Segel schon früh streichen, denn auch sie flogen mit 0-4 gegen den Favoriten des Ostens, die Detroit Pistons raus. Bitter für die Magic, die sich große Hoffnungen vor der Saison gemacht hatten.
Der Basketball in Florida ist also diese Saison absolut nicht erfolgreich gewesen. Aber auch bei anderen Teams sieht es dieses Jahr schlecht in den Playoffs aus:
Die Dallas Mavericks, Favorit auf den Titel und amtierender Vize-Meister, liegen nun mit 1-3 gegen die Golden State Warriors zurück, die immerhin bis vor dieser Saison 13 Jahre lang nicht mehr die Postseason erreichen konnten. Das ist bitter für die Mavs und blamabel zu gleich, auch wenn die Warriors der absolute Angstgegner der Mavs sind. Eine Niederlage gegen die Warriors wäre bitter.
Auch die Nets und die Suns führen derweil mit 3-1 in ihren Serien gegen die Raptos bzw. die Lakers. Die Lakers sind aber immer für eine Überraschung gut mit Kobe, man sollte sie nicht abschreiben, die Raptors dagegen werden wohl für die Offseason planen können.
Ausserdem könnte es heute zum dritten Sweep in der Eastern Conference kommen, wenn die Cavaliers auf die Wizards, die seit langer Zeit ohne Arenas und Butler auskommen müssen, treffen. Sollte es das dritte Spiel (von vier) werden, welches in nur vier Spielen beendet wird, so sollten sich einige Teams ihre Gedanken machen, dass der Osten wirklich schlechter ist als der Westen.
Köln ist deutscher Pokalsieger
Schon nach dem Spiel gegen Berlin war Vielen klar: Köln muss den Pokal gewinnen. Letztendlich geschah dies auch. Nachdem man Alba Berlin überraschend im Viertelfinale schlagen konnte, war der Weg frei für das Top Four.
Im ersten Halbfinalspiel konnten sie sich gegen EnBW Ludwigsburg behaupten, Nadjfeji und Mallet waren mit 17 bzw. 22 Punkten Hauptverantwortliche für die Niederlage der Ludwigsburger, die sich mit 72:85 geschlagen in die Partie um Platz 3 begeben mussten.
Ein paar Defizite der EnBW waren, dass keiner richtig scoren konnte, niemand kam über 13 Punkte, nicht einmal Jerry Green, der eine noch so starke Saison hinter sich hatte. Auch Je’Kel Foster wusste nicht zu überzeugen.
Auf Seiten der Rheinländer sah es hingegen anders aus. Neben Mallet und Nadjfeji konnte Defense Player of the Year Immanuel McElroy 12/9/2(Steals) auflegen. Marcin Gortat machte zwar nur 7 Punkte und holte 2 magere Bretter, konnte aber 3 Würfe blocken.
Hier Statements der Trainer:
EnBW-Coach Silvano Poropat: „Gratulation an Sasa Obradovic und seine Mannschaft. Köln hat mit mehr Energie gespielt. Sie waren schneller und haben die wichtigen Würfe getroffen. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme mit Aleksandar Nadjfeji und Demond Mallet. Im zweiten Durchgang lief es dann besser; und nach 30 Minuten sind wir endlich aufgewacht. Als Jerry Green jedoch mit fünf Fouls raus musste, wurde es für uns wieder schwerer.“
RheinEnergie-Coach Sasa Obradovic: „Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass wir weniger Ballverluste als in den vorausgegangenen Ligaspielen hatten. Zudem sind wir sehr diszipliniert aufgetreten und haben von jedem Spieler eine Extraportion Energie erhalten.“
In Spiel 2 des Halbfinales setzte sich Quakenbrück gegen Bremerhaven durch. 78:79 (44:33), ein knapperes Spiel gab es kaum diese Saison.
Vor allem der Artlander Jan Rohdewald, dessen Bruder ab der nächsten Saison ganz in der Nähe den UBC Münster trainieren wird, konnte mit seinen 15 Punkten auf sich aufmerksam machen, alle waren 3er. Topscorer war allerdings Lamont McIntosch mit 17 Punkten und 3 3ern.
Bei den Nordfriesen konnte Jonusas die meisten Punkte erzielen, 16 an der Zahl.
Was man erst auf dem 2. Blick sieht, die Bank der Niedersachsen war besser, so machte diese 35 Punkte, die Eisbären konnten dagegen „nur“ mit 27 Bankpunkten dagegenhalten. Eine enorme Zahl an Turnovers hat sich Bremerhaven auch geleistet, ganze 18 verlorene Bälle stehen den 7 Turnovern von Quakenbrück gegenüber.
Im Spiel um Platz 3 konnte Ludwigsburg die Eisbären mit 82:74 schlagen, mit 29 Punkten war Gordon Scott nicht nur Topscorer dieses Spiels, sondern auch des gesamten Top 4 Turniers. Eigentlich macht der Flügel der Schwaben nur 7 Punkte pro Spiel in der BBL, konnte aber heute enorme Akzente setzen, eigentlich machte er den Unterschied zwischen den beiden Teams, PG Jerry Green machte, wie schon im ganzen Top 4, ein Spiel, welches unter seinem Normal-Level lag.
Der Trainer der Eisbären Bremerhaven, Sarunas Sakalauskas, fand auch schon gleich eine Ausrede für die Niederlage:“Wir waren müde, unter anderem auch deshalb, weil wir gestern zwei Stunden später gespielt haben und somit weniger Zeit zur Regeneration hatten.“
Aber er sagte auch: „In dem ausgeglichenen Spiel hat auch Gordon Scott letztlich den Unterschied gemacht.“
Das Finale war fast so spannend, wenn nicht sogar noch spannender als das Spiel der Drachen gegen die Eisbären. Mit 60 zu 58 konnten die Kölner ihren 3. Pokalsieg in den vergangenen 4 Jahren feiern.
Grund war einerseits sicherlich die Defensive Leistung der Kölner, man konnte insgesamt 8 Würfe blocken, 5 davon kamen von Marcin Gortat, der zudem noch 10 Punkte und 5 Rebounds dazusteuerte, allerdings am Ende auch mit 5 Fouls vom Platz flog.
Topscorer war Demond Mallet mt 21 Punkten, von denen er 12 allein durch Dreier machte. Kapitän Nadjfeji machte nur 4 Punkte und 8 Rebounds, dazu noch 8 Turnover. Eigentlich zuviel für den intelligentesten Spieler der BBL.
Auf Seiten der Quakenbrücker konnte der Münsteraner Jan Rohdewald seine Leistung vom Halbfinalspiel nicht noch einmal abrufen, er konnte nur 5 Punkte erzielen. Die meisten Punkte erzielte Niklas Medley mit 13, gefolgt von Adam Hess mit 12.
Top Rebounder war Devin Green mit 8 Brettern, allerdings enttäuschte er über das ganze Spiel mit nur 4 Punkten, 4 Fouls und 3 Turnovern.
Das sagten die Trainer zu dem Spiel:
Kölner Trainer Sasa Obradovic: „Wir haben uns zu diesem Termin sehr gut gefühlt. Wir haben schon gestern sehr gut gespielt und haben in der ersten Halbzeit dort weitergemacht. Wir haben im dritten Viertel den Faden verloren, obwohl wir eigentlich einen Plan hatten. Dies hatte auch mit der guten Verteidigung von Artland zu tun. Wir haben in dieser Phase schlechte Entscheidungen getroffen. Danach haben wir Charakter gezeigt und dagegen gehalten.“
Dragons Coach Chris Fleming: „Erst einmal Glückwunsch an Köln zum Titelgewinn. In der ersten Halbzeit hat Köln uns förmlich aus der Halle gerannt. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden, aber Köln hat weiter dagegen gehalten. Wir haben, wie so oft, die erste Halbzeit verpennt. Zum Schluss hatten wir trotzdem genügend Chancen zu gewinnen. Wenn man eine Meisterschaft gewinnen will, dann muss man die zum Schluss gebotenen Chancen besser verwerten.“
News aus der BBL
-Spalding ist neuer Ausrüster der Basketball Bundesliga. Ab der nächsten Spielzeit 2007/2008 wird Spalding den jetzigen Ausrüster Molten ablösen, im dem sie Spielgeräte bereitstellen, Austattung der Schiedsrichter und Lieferungen von Freizeit Korbanlagen.
BBL-Geschäftsführer Jan Pommer sagte dazu: „Mit Spalding haben wir ein sehr renommiertes und traditionsreiches Unternehmen gewonnen, das mit seiner Produktpalette hervorragend zur Liga passt. Die Kooperation geht weit über eine reine Ballpartnerschaft hinaus. Zudem bietet sie uns die Möglichkeit, noch gezielter auf die Wünsche der Fans einzugehen“.
Der Vize President von Spaldings, Jim Bowen verspricht „die Sportart Basketball weiter zu popularisieren“, und wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit der BBL.
-Bei dem diesjährigem Lizenzierungsverfahren für die Saison 2007/2008 konnte erfreulich mitgeteilt werden, dass alle Teams außer die Sportlichen Absteiger eine Lizenz erhalten haben.
-Köln ist Deutscher Pokalsieger, man hat im Finale die Artland Dragons Quakenbrück besiegt, 3. wurde Ludwigsburg vor Bremerhaven. Ein ausführliches Recap wird noch folgen. Es war der 3. Pokalsieg seit der Saison 2004. 2005 und 2007 konnten man ihn auch holen, 2006 gewann ihn Alba Berlin.
NBA: Playoffs und Awards
Es ist jetzt schon ein Weilchen her, dass ich etwas über die NBA geschrieben habe, nun will ich wieder voll angreifen, nicht nur, weil in der NBA gerade die heißeste Phase der Saison ist.
NBA Playoffs ‘07
Die Playoffs haben nämlich schon längst angefangen und momentan sieht es so aus:

Das Spiel der Toronto Raptors gegen die New Jersey Nets war am Samstag um 18 Uhr Auftakt in die diesjährigen Playoffs und die Nets konnten trotz eines stark schwächelnden Carter das erste Spiel gewinnen. In Spiel 2 verloren sie aber in Toronto und es geht nun nach New Jersey zurück, immerhin konnte man sich ein Auswärsspiel klauen, was das Ziel war, denn die Raptors sind eine starke Heimmannschaft.
Dallas gegen ihren Angstgegner Golden State. Dreimal verloren sie bereits in der vergangenen Regular Season, gewannen selbst keins. Auch diesmal musste man sich den Warriors, nein, Moment. Man musste sich BARON DAVIS geschlagen geben, der ein überragendes Spiel machte. Mit 33 Punkten, 8 Assists und 14 Rebounds verpasste er zwar nur knapp ein Triple-Double, aber trotzdem führte er seine Warriors zum ersten Playoffsieg im ersten Playoffspiel seit 13 Jahren.
Die Rockets gegen die Jazz. Ein spannendes Duell sollte es werden. Die Rockets zeigten aber gleich mal zu Beginn, wo der Hammer hängt. Im Moment steht es 2-0 für die Rockets und die Jazz haben nun zwei Heimspiele, in denen sie den Sweep verhindern können/sollten/werden. Yao Ming und Tracy McGrady spielen bislang eine klasse Serie. Im ersten Spiel erzielten beide gleich mal 51 Punkte zusammen, im zweiten gar 58. Ähnlich wie bei den Nuggets, zu denen ich gleich komme.
Das Duell der Suns gegen die Lakers gab es bekanntlich schon im letzten Jahr, dort siegten die Suns mit viel Mühe 4-3. Diesmal sollte es eigentlich wieder eine spannende Serie werden, die Suns aber ließen Taten folgen und gingen so 2-0 in Führung. Sie können sich bei Leandro Barbosa bedanken, der die Suns in Spiel 1 alleine im Spiel hielt, 11 Punkte in Folge erzielte er dort gegen eine drohende Niederlage. Wer weiß, wie motiviert die Spieler der Suns gewesen wären, hätten sie Spiel 1 an Kobe und die Lakers abgegen müssen. In Spiel 2 gestern dann eine Trotzreaktion: 126-98 fertigten sie die Lakers ab. Barbosa auch hier wieder bärenstark, Kobe erzielt nur 15 Punkte.
Die zweite Überraschung passierte bei Denver-San Antonio. Denn hier boten die Nuggets eine erstklassige Leistung gegen die Spurs in Spiel 1 und gewannen so verdient. Tim Duncan, der in der ersten Hälfte 0-8 aus dem Feld traf, sowie Manu Ginobili und Tony Parker konnten über weite Strecken aus dem Spiel gehalten werden und die Nuggets Defense (vorallem Nene, der Duncan verteidgte) darf sich einen Lob beim Trainer abholen. Iverson und Anthony markierten zusammen 61 Punkte bei 21/40 aus dem Feld.
Orlando gegen Detroit. Hier blieb die Überraschung bislang aus, die Favoriten aus Detroit führen klar mit 2-0. Das Team um Dwight Howard fand bislang noch nicht die richtigen Mittel, um den gut besetzten Backcourt der Pistons (Billups und Hamilton) einigermaßen aus dem Spiel zu nehmen. Jetzt haben die Magic zwei Heimspiele, von denen sie beide gewinnen sollten, wenn sie ein spannendes Duell haben wollen, die Pistons werden dies aber mit aller Macht verteidigen (wollen).
Für den letztjährigen Finals MVP Dwyane Wade gab es mit seinen Heat gegen die Bulls bislang nichts zu holen. Der Meister spielt schwach und die Bulls nutzen dies eiskalt aus, somit führen sie auch mit 2-0. Das Duo Luol Deng und Ben Gordon besiegte die Heat in beiden Spielen fast im Alleingang, nachdem sie im ersten Spiel zusammen 57 Punkte machten, im zweiten dann „nur“ 53.
Das letzten Firstround-Duell: Cleveland gegen Washington. Eigentlich eine leichte Aufgabe für die Cavaliers, denn bei den Wizards fehlen mit Gilbert Arenas und Caron Butler die beiden Topstars und Allstars des Teams. Die Cavs gaben sich im ersten Spiel keine Blöße und gewannen das Spiel sicher. Hier erzielten James/Hughes zusammen 50 Punkte, wobei Hughes Topscorer mit 27 Punkten war.
Awards 2007
Zu erst möchte ich euch noch meine Tipps für die Awards ans Herz legen. Hier könnt ihr sie lesen.
Bislang konnte ich alle Awards, die verliehen wurden, richtig tippen. Auch wenn bislang erst zwei Awards verliehen wurden.
Zum „Coach of the Year“ wurde der Coach der Toronto Raptors, Sam Mitchell gewählt. Auch wenn die Mavericks mit Avery Johnson diese Saison noch stärker sind als vergangenes Jahr, wo Johnson zum besten Coach gewählt wurde, hat Mitchell es sich verdient. Er hat aus den Raptors ein Team gemacht. Die letzten Jahre waren sie ein Lotteryteam, jetzt gehören sie zur Elite im Osten und konnten sich sogar den Divisionstitel vor New Jersey holen.

Den Award des „Best 6th Man“ konnte sich Leandro Barbosa schnappen. Er verleiht den Phoenix Suns die nötigen Impulse von der Bank und war des öfteren sogar Topscorer bei den Suns. Natürlich war es ein enges Rennen, denn auch Manu Ginobili und Jerry Stackhouse hätten diesen Award gewinnnen können.

Bildquellen:
Bild 1: HoopNation.de
Bild 2+3: NBA.com
Players to watch – Jeff Gibbs
Name: Jeff Gibbs
Alter: 27
Größe: 188cm
Nationalität: Amerika
Verein: ratiopharm Ulm
Position: Power Forward
Stats: 15,1 Punkte, 9,7 Rebounds, 0,7 Blocks pro Spiel
Profil:
Jeff Gibbs ist ein Naturtalent. Ein ganz besonderes. Ein großer, aber doch so klein. Mit gerade mal 1,88 Meter ist er wohl mit der beste Power Forward der Liga. Allein wenn man schon seine Stats anschaut wundert man sich wozu dieser Mann fähig ist.
Trotz seiner geringen Größe ist er der beste Rebounder der Liga, noch vor dem ca. 20 cm. größerem Rasko Katic.
Und nicht nur bei den Rebounds ist er vor Katic, er blockt auch noch mehr, so steht Gibbs auf Platz 18 der Liste mit den meisten Blocks, Rasko rangiert auf 19.
In einer Sache ist der kleine Mann aber wesentlich besser, zählt generell zu den besten. Bei den Gesamtpunkten steht er auf Platz 4, mit starken 483 Punkten, die die Nummer 34 der Ulmer in 32 Spielen erzielen konnte. Selbst Teamkollege Jonathan Levy, der schon zu der Elite zählt, hat bisher „nur“ 471 Punkte erzielen können.
Doch warum ist Jeff Gibbs zu sowas überhaupt fähig? In ihm steckt eine Mischung aus purer Athletik und purer Muskelmasse, dass stark an einen Bodybuilder erinnert. Breitere Schulter kann man kaum haben.
Aber Gibbs ist auch ein wahrer Kämpfer, so wie man ihn gerne sieht, deswegen ist er wohl auch Publikumsliebling in der Kuhberghalle.
Seine Leistungen sind so gut wie immer solide – manchmal auch überragend. Im letzten Spiel dunkte er zum Beispiel mal einfach so über den schon erwähnten Rasko Katic drüber, so als wäre dieser nichts weiter als ein kleiner Point Guard, der allerdings ganze 20 cm größer ist.
Stoppen kann man ihn eigentlich auch nicht, außer man riskiert ein Foul. Zusammen mit seinem Frontcourt-Kollege Bryan Lucas macht er durchschnittlich 27 Punkte und 16 Rebounds pro Spiel, eines der gefährlichsten Duos der BBL. Seine hervorragende Wurfquote von 55,7% wird ihm da wohl einiges helfen, obwohl er kaum 3er wirft, bisher hat der effizienteste Spieler auch erst drei geworfen.
Ein Name fällt hier wohl genauso häufig wie der von Gibbs selber, nämlich der Name Rasko Katic. Um mal auf die gemachten Double-Doubles zu kommen, so stehen sie wieder zusammen an einer Stelle, nähmlich auf Platz 1, da beide ganze 14 Stück erzielen konnten.
Eigentlich sind die beiden total verschiedene Spieler, doch bei den Statistiken sind sie manchmal näher an einander dran, als man denkt.
Um auch nochmal auf seine Wichtigkeit zu sprechen zu kommen: Bei der MVP Wahl, der Wahl zum wertvollsten Spieler der Basketball Bundesliga, konnte er sich hinter Jerry Green von Ludwigsburg den 2. Platz sichern, mit 30 Stimmen, wobei Green insgesamt deutlich mehr bekam (111).
Rennen um die Playoffplätze
Im Rennen um den ersten Platz in der Basketball Bundesliga geht es eigentlich nicht so heiß her wie im unteren Bereich der Playoffkandidaten. Es ist eigentlich schon so gut wie sicher, dass Alba Berlin Meister der regulären Season wird, höchstens Ludwigsburg hätte noch theoretische Chancen am Ende auf Platz 1 zu stehen. Doch dann müssten die Ostdeutschen alle 3 noch ausstehenden Spiele verlieren, was wohl wirklich schwer sein wird, denn Braunschweig, Trier und Frankfurt warten noch. Das sind drei Teams, die keine Chancen mehr auf die Playoffs haben.
Doch es gibt Teams, die noch Chancen auf diese haben und die sich wirklich darum bemühen werden. Koste es was es wolle. Gefährlich kann es noch für die Artland Dragons werden, sowie für Oldenburg und Leverkusen, um den Topscorer der Liga, Power Forward Derrick Allen.
Doch für Leverkusen dürfte es auch am schwierigsten werden, denn es warten noch 2 harte Brocken auf die Westfalen. Ludwigsburg und Bamberg werden sie noch schlagen müssen, dazu noch ein Pflichtsieg gegen Nürnberg, den man auf alle Fälle einholen sollte, denn diese sind schon abgestiegen. Diesen Sonntag wird man um 16 Uhr gegen Ludwigsburg zeigen müssen, das man bereit ist. Point Guard Jeff Green ist grade erst zum MVP gewählt worden, SG Je’Kel Foster ist zum Newcomer des Jahres ernannt worden. Das Duo Green/Foster zählt mit zu den gefährlichsten der Liga, zusammen bringen sie 31,1 Punkte, 7,3 Rebounds, 7,7 Assists und 2,3 Steals pro Spiel.
Leverkusen wird dagegen wohl die beiden Guards John Goldsberry und Brandon Woudstra einsetzen.
Goldsberry ist wohl einer der besten Passgeber der Liga, er verzeichnet 4 Assists pro Spiel und lebt mehr vom Pass-first als vom Zug zum Korb, er füttert Derrick Allen regelrecht mit Pässen, wobei Brandon mehr der Spieler ist, der sein Spiel mit Würfen und dem Zug zum Korb ausschmückt. Dazu sind beide sehr gute Dreierschützen, beide haben eine 39% Trefferquote von jenseits der Dreierlinie.
Doch der Kader der EnBW ist tiefer besetzt, von der Qualität und auch von der Quantität. Hier geht der Sieg geht an Ludwigsburg.
Auch im letzten Spiel der Saison werden sie gegen die Brose Baskets Bamberg verlieren, gegen die Defense der Bauermänner haben sie keine Chance, ausser Bamberg sieht das Spiel als Testspiel und lässt die zweite Reihe ran.
Mit dem Sieg gegen Nürnberg wird man maximal 1-2 Siege ergattern können, um noch die Playoffs zu erreichen. Schauen wir aber mal was auf die beiden anderen Mitkonkurrenten wartet:
Die Artland Dragons Quakenbrück werden heute gegen Köln spielen, ein sehr schweres Spiel, denn Köln wird alles geben, um noch auf Platz 3 zu kommen, um den Eisbären Bremerhaven auszuweichen und auf eine Serie gegen Bonn hinzufiebern, ein deutlich leichterer Gegner. Man hat das Hinspiel gegen Köln in Köln zwar gewonnen, aber damals waren Immanuel McElroy, Aleksandar Nadjfeji und Ronny Burrell nicht mit dabei und Devin Green hat grade sein erstes (aber auch bestes) Spiel bestritten. Außerdem war die Stimmung im Kader von Rhein Energie bedrückt, denn der Sohn von Immanuel kämpfte um sein Leben.
Dragons Assistenz Trainer Rehberger sagt folgendes: „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir es am Sonntag mit dem Meister zu tun haben und die Kölner nicht umsonst auch in dieser Saison ein heißer Kandidat auf den Thron sind.“
Passende Worte. Man muss sich vor allem vor der Kölner Defensive fürchten, Fehler werden eiskalt ausgenutzt und mit Fastbreakpunkten bestraft. Die Offensive der Kölner lebt vor allem von der Schnelligkeit, selbst Center Marcin Gortat ist schnell. Und der Power Forward Burrell sowieso. Beide räumen unter den Brettern auch gerne mal auf.
Für Steals sind McErloy, der zwar im Angriff oft schwächelt, aber eine hervorragende Verteidigung zu bieten hat, und auch oft mal Distanzwürfe der Gegner blockt, und Green zuständig.
Köln besitzt einen zu tiefen Kader wenn alle Mann gesund sind, dagegen werden die Kleinstädter aus Niedersachsen nur wenig gegen tun können. Doch der Wille wird da sein.
Am nächsten Spieltag wird man gegen Ulm 2 wichtige Punkte holen müssen, man muss vor allem auf den 1,88 Meter kleinen Power Forward Jeff Gibbs aufpassen müssen, der Kraftbolzen ist einer der effektivsten Spieler der Liga und mit Jonathan Levy hat man noch einen gefährlichen Guard in ihren Reihen. Doch ihre Moral wird nicht mehr ganz so hoch sein, denn die Playoffs sind unerreichbar.
Das letzte Spiel von Quakenbrück lassen wir jetzt erstmal außen vor.
Oldenburg hat von allen drei Teams das wohl leichteste Restprogramm. Tübingen und die Eisbären wird man in den nächsten 2 Spieltagen schlagen wollen, ein richtig harter Brocken wie Bamberg oder Köln wartet nicht mehr.
Doch selbst Tübingen ist nicht zu unterschätzen, mit Rasko Katic hat man einen Top Bigman in den eigenen Reihen, der ganze 9,8 Rebounds pro Spiel abgreift, in dieser Kategorie führt er die Liga auf Platz 2 hinter Jeff Gibbs an, zudem macht er noch 13,3 Punkte pro Spiel. Doch Scorer ist ein anderer, Ajene Malaki Moye, der mit seinen 14,6 Punkten auf Platz 14 der Topscorerliste steht.
Die Eisbären Bremerhaven dürften da aber schon ein schwierigerer Brocken werden als Tübingen, das Team von Coach Sarunas Sakalauskas steht derzeit auf Platz 5 in der Tabelle, noch mit Chancen auf Platz 4, aber letztendlich wartet ein Spiel gegen Rhein Energie Köln.
Das letzte Spiel von Oldenburg ist ebenso das letzte von den Dragons. Am letzten Spieltag wird sich wohl entscheiden wer in die Playoffs bzw. wer den besten Platz haben wird. Bei einer Niederlage von den Quakenbrückern werden diese wohl raus sein, solange man gegen Köln heute verlieren sollte und Oldenburg und Leverkusen mindestens 1 Spiel gewinnen, hieße es das Aus für Quakenbrück
Doch sehr wahrscheinlich bleiben Quakenbrück und Oldenburg beide in auf Playoffplätzen, da ihr Schedule die besten sind und ich mal davon ausgehe, dass die Artländer Oldenburg und Ulm schlagen, am Ende eine Differenz von 38:30, Oldenburg gegen Tübingen und die Eisbären gewinnt und entweder eine 38:30 oder eine 36:32, wobei Leverkusen mit einer 36:28 und Niederlagen im direkten Vergleich scheitern wird.
Oden meldet sich zum Draft an
Na endlich. Lange wurde um seine Zukunft spekuliert, jetzt hat er den Schritt gemacht: Greg Oden hat sich zum kommenden NBA Draft angemeldet.
In der abgelaufenen Saison konnte er seine Buckeyes ins Finale der Final Four führen, wo man sich aber den Gators geschlagen gegen musste.
Greg Oden gilt als das Jahrhunderttalent, ebenso wie es damals bei LeBron James und Jermaine O’Neal der Fall gewesen war. Oden zählt ausserdem als sicherer No.1 Pick Kandidat, jedoch ist die Konkurrenz keine schlechte: Kevin Durant ist ebenfalls ein sehr guter, talentierter junger Spieler, der vergangene Saison mit seinen Longhorns allerdings nicht so weit kam wie Oden und seine Buckeyes.
Das Team, das den ersten Pick des Drafts (vorraussichltich Memphis) bekommt, muss sich also entscheinden. Brauchen sie eher einen Big Man, oder einen für die beiden Forward Positionen. Oden oder Durant?
NBA Playoffs ‘07
Der letzte Tag der Regular Season ging gestern zuende und es änderte sich nicht viel beim Playoffranking. Die Begegnungen lauten wie folgt:

Damit gibt es im Vergleich zum Vorjahr einige Änderungen:
1.) Die Dallas Mavericks konnten sich Platz 1 im Westen (und auch in der gesamten Liga, sprich: Heimvorteil in JEDER Serie) sichern und gelten nun als absoluter Topfavorit.
2.) Die Utah Jazz haben es in die Playoffs geschafft und sich sogar noch den Divisionstitel vor den Nuggets gesichert, welcher ihnen automatisch einen Platz unter den Top 4 eingebrach hat.
3.) Auch die Houston Rockets sind wieder dabei. Nach der schlechten Saison im letzten Jahr, wo wirklich vieles schief lief, konnten sie wieder dahin gelangen, wo sie hingehören: In die Playoffs. Ausserdem gelten sie als Geheimfavorit, watch out!
4.) Die Denver Nuggets haben es zwar nun zum vierten Jahr in Folge in die Playoffs geschafft, aber im Vergleich zum Vorjahr starten sie auf einem schlechteren Platz (Platz 3 => Platz 6).
5.) Die Golden State Warriors haben ihre Durststrecke beendet und haben die erste Qualifikation seit 13 Jahren geschafft. Glückwunsch.
6.) Die Cleveland Cavaliers holten sich am letzten Spieltag Rang Zwei in der Eastern Conference. Letztes Jahr war es für King James und sein Team „nur“ Platz 4.
7.) Die Raptors sind ebenfalls wieder dabei. Und das sogar als Divisionserster, jedoch ist die Atlantic Division die schlechteste der gesamten Liga. Immerhin: Eine bessere Bilanz als der Meister.
8.) Der Meister aus Südflorida konnte sich zwar noch den Divisionstitel sichern, musste sich aber mit Platz 4 zufrieden geben und bekommen die Heat schwere Aufgabe gegen die Chicago Bulls vor die Brust gesetzt.
9.) Die Bulls machten einen Satz: Von Platz 7 auf 5. Es hätte sogar 2 werden können, wenn sie ihr letztes Spiel nicht verloren hätten.
10.) Auch die Orlando Magic sind wieder in den Playoffs. Das Team um Star Dwight Howard ließ zwar nach furiosem Saisonstart stark nach, dennoch konnte man sich qualifizieren.
11.) Teams, die bereits jetzt schon für die Offseason planen können, die wir aber zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr noch gesehen haben: Sacramento Kings, Memphis Grizzlies (diese Saison sogar das schlechteste Team der Liga), Los Angeles Clippers, Milwaukee Bucks und die Indiana Pacers.
Nun zu meiner Einschätzung der ersten Runde, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag unserer Zeit beginnen wird.
West
(1) Dallas Mavericks vs. (8) Golden State Warriors
Ligaprimus gegen Angstgegner. In der Regular Season konnten die Warriors alle drei Spiele gegen die Mavericks gewinnen. Die Mavericks werden aber sicherlich selbstbewusster und entschlossener in diese Serie geben, denn das Ziel ist klar gesetzt: NBA Championship. Man könnte meinen, die Warriors sind ein einfacher Gegner, aber gerade die Mavericks haben bewiesen, dass man das Team aus Oakland ernstnehmen sollte. Die Mavericks sollten aufpassen, dass die Warriors nicht zu viel punkten, sie sind eines der besten Offensivteams, die Mavericks seit dieser Saison eines der besten Defensivteams. Hauptaugenmerk sollten die Mavs auf Richardson und Davis legen. Wenn man diese beiden in den Griff bekommt, kann nicht mehr viel schief gehen.
Tipp: 4-2 Dallas
(2) Phoenix Suns vs. (7) LA Lakers
Das Duell des letztjährigen Conference Halbfinales wiederholt sich. Damals rechnete man mit einem deutlichen Sieg der Suns, aber die Lakers, vorallem in Person von Kobe, der in dieser Serie absolut überragte, gestalteten die Serie sehr spannend. Und so wird es auch dieses Jahr sein. Das Duell muss heißen „Kobe vs. Suns“. Es hängt ganz von der Tagesform des NBA Superstar ab. Ausserdem wird er erneut von Raja Bell verteidigt, die sich schon oft in der Wolle hatten. Aber Raja ist wohl der beste Verteidiger, den man gegen Kobe stellen kann, daher werden auch die Rollenspieler der Lakers wichtig sein, denn Kobe wird man auf jeden Fall versuchen, dicht zu machen. Lamar Odom, Smush Parker und Andrew Bynum sollten die Key-Player für die Lakers in dieser Serie heißen. Auch in diesem Jahr wird es eine enge Serie mit dem selben Resultat wie im Vorjahr.
Tipp: 4-3 Phoenix
(3) San Antonio Spurs vs. (6) Denver Nuggets
Eines der wohl auf dem Papier engsten Duelle in der ersten Runde neben Jazz-Rockets. Die Spurs, tadelloses Defensivteam, gegen die Nuggets, eines der stärksten Offensivteam – wer wird die Oberhand behalten können. Eines ist klar, die Spurs gehen als klarer Favorit in diese Serie und zählen auch zum engsten Favoritenkreis für den Gesamtsieger. Die Nuggets dagegen haben mit dem Duo Iverson/Anthony zwei Spieler, die ein Spiel alleine entscheiden können und die viel Platz für ihre Mitspieler schaffen können durch die vielen Doppelteam-Verteidigungen gegen sie. Daher sind in dieser Serie die Rollenspieler Camby, Nene, Kleiza und Smith von großer Bedeutung. Ohne Unterstützung dieser Role-Player können die Nuggets nicht allzu viel erwarten. Natürlich wird auch viel von Melo und Iverson abhängen, denn sie sind zwei der besten 5 Scorer in dieser Liga und sie werden viel versuchen, um das Erstrunden-Aus zu meiden. Das Duell Iverson vs. Parker spielt eine große Rolle in dieser Serie. Wer kann mehr in der Zone punkten, wer bringt seine Mitspieler besser in Szene, wer ist da, wenn er benötigt wird, wer bringt sein Team in die nächste Runde? Da die Nuggets noch eine Saison brauchen, um ganz oben mitspielen zu können und weil man in dieser Saison sehr viel durchmachen musste, ist erneut in Runde 1 Schluss, die Spurs sind dazu zu stark.
Tipp: 4-2 San Antonio
(4) Utah Jazz vs. (5) Houston Rockets
Das Duell zweier Top-Teams, die im vergangenen Jahr die Playoffs nicht erreichten, in diesem Jahr aber hoch hinaus wollen. Eines der beiden Teams muss schon in Runde 1 die Koffer packen – und das werden die Jazz sein. Das Team ist viel zu unerfahren, wenn es um die Playoffs geht und Okur/Williams werden das Team nicht vor McGrady/Yao retten können. Dazu ist das Duo zu sehr auf sich eingestellt und bekommt perfekte Unterstützung von den Role-Playern wie Alston und Howard. T-Mac wird sein Ding durchziehen und die Jazz fast im Alleingang besiegen. Dazu kommt, dass bei den Würfen von Downtown zwischen Utah und Houston Welten liegen. Während die Rockets eines der stärksten Teams von aussen sind, sind die Jazz im Tabellenkeller wiederzufinden.
Tipp: 4-2 Rockets
East
(1) Detroit Pistons vs. (8) Orlando Magic
Nach einem furiosen Saisonauftakt für die Magic, wo sie lange Zeit das beste Team der Liga waren, ist es anschließend schnell wieder still geworden in Orlando. Es wurde zum Ende der Saison auch nochmal spannend um die Playoffteilnaheme, aber schließlich konnten auch die Magic sich wieder qualifizieren. Zu verdanken ist das vorallem Dwight Howard. Der Mann, der beim Slam Dunk Contest reingelegt wurde, war in vielen Spielen sehr dominant und hat hervorragende Stats aufgebracht. Unvergessen ist sein 30 Punkte / 25 Rebounds Spiel. Gegen die Pistons wird es genau auf Howard ankommen, wie dominant er spielt. Sollte er dies tun, sind auch Siege für die Magic drin, diese werden aber auch nicht mehr als 3 sein, also ist ein Seriensieg über die Jungs aus Motown nicht realistisch. Sollte Howard in seinen ersten Playoffspielen nicht zu seiner Form aus der Regular Season finden, könnte es gar einen Sweep geben.
Tipp: 4-2 Detroit
(2) Cleveland Cavaliers vs. (7) Washington Wizards
Es hätte eine verdammt spannende Serie werden können, aber daraus wird wohl leider nichts mehr. Schuld sind die beiden Verletzungen der beiden Allstars der Wizards, Gilbert Arenas und Caron Butler. Lediglich Antawn Jamison ist vom dreiköpfigen Super-Trio übrig geblieben. Und dieser wird es mit den verbleibenden Spielern nicht so weit bringen, wie es mit den beiden Verletzten möglich gewesen wäre. LeBron James kann den Schwung aus der Regular Season (immerhin konnte man sich Platz 2 sichern) mitnehmen und wird den Wizards zeigen, wer der Herr im Haus ist – die Cavaliers. Dazu kommt Unterstützung von Ex-Wizard Larry Hughes.
Tipp: 4-1 Cleveland
(3) Toronto Raptors vs. (6) New Jersey Nets
Vince Carter wird nun also auch in den Playoffs gegen sein altes Team spielen müssen. Die Raptors waren in diesem Jahr kaum wiederzuerkennen und TJ Ford sowie Chris Bosh spielten beide eine überragende Saison. Der Schlüssel für die Raptors in dieser Serie wird sein, dass Bosh viele Punkte gegen die eher schwachen Bigs der Nets macht und auch die meisten Plays über ihn laufen. Ausserdem müssen die Raptors Vince Carter in Schacht halten, weil dieser gerade bei den Returns nach Toronto wieder aufblüht. Die Raptors sind ein bärenstarkes Heimteam, daher denke ich, sie werden all ihre Heimspiele gewinnen und zudem ein Auswärtsspiel klauen können. Die Nets werden ebenfalls ihre Heimspiele gewinnen – mehr aber auch nicht.
Tipp: 4-2 Toronto
(4) Miami Heat vs. (5) Chicago Bulls
Auch dieses Duell gab es im Vorjahr schon bereits in Runde 1. Damals waren es aber andere Vorzeichen: Miami startete als Top-Favorit in die Saison, während die Bulls eher so der krasse Aussenseiter waren. Heute sind die beiden Mannschaften fast gleich stark und die Bulls konnten die Heat gleich zu Beginn der Saison demütigen und mit 40 Punkte gewinnen. Die Heat aber konnten in der Regular Season das Spiel vergessen lassen und kämpften sich trotz der schweren Verletzung von Finals MVP Dwyane Wade zurück. In dieser Phase übernahm Shaq ungemein viel Verantwortung und war da für sein Team. Das wird auch in den Playoffs wichtig sein. Wade und Shaq müssen so spielen, wie sie es in den Finals gegen die Mavericks getan haben, denn dieses Jahr sind die Bulls stärker geworden.
Tipp: 4-2 Miami
Der letzte Tag
Heute Nacht finden für manche Teams die letzten der Saison statt, denn heute wird die Regular Season beendet und die Vorbereitungen für die Offseason fangen bei den Teams, die sich nicht in den Playoffs wieder finden, bereits an.
Auf der Liste dieser Teams gibt es keine Überraschungen:
- Philadelphia 76ers
- New York Knicks
- Boston Celtics
- Indiana Pacers
- Milwaukee Bucks
- Charlotte Bobcats
- Atlanta Hawks
- Portland Trailblazers
- Minnesota Timberwolves
- Seattle Supersonics
- Sacramento Kings
- New Orleans Hornets
- Memphis Grizzlies
Wer mitgezählt hat, der merkt, dass es nur 13 Teams sind. Eines fehlt. Dieses wird heute ausfindig gemacht und es streiten sich die Golden State Warriors und die Los Angeles Clippers um den 8. Rang im Westen.
Die Warriors, die seit 13 Jahren nicht mehr in den Playoffs gestanden haben (damit am längsten von allen Teams momentan), werden es heute mit den Trailblazers zu tun haben. Es ist ein back-to-back Spiel, denn gestern konnte man die Mavericks, die übrigens auch gleichzeit der erste Gegner für die Warriors wären, mit 111-82 klar besiegen. Man könnte meinen, die Mavericks wollen selbst lieber gegen die Warriors spielen und haben deshalb extra verloren. Aber wer Bescheid weiß, der sollte wissen, dass die Mavericks alles andere als gerne gegen das Team aus Oakland spielen. In den letzten Jahren hatte man schon sehr wenig Erfolg und in dieser Saison konnte man noch kein Spiel gegen diese gewinnen. Es ist also ein absoluter Angstgegner für die Mavericks, dennoch werden sie in den Playoffs nochmal eine Schüppe drauflegen und die Warriors letztendlich eliminieren. Trotzdem würde es schon ein Riesenerfolg für die Warriors sein und auch die Fans würden sich mit mindestens zwei Playoffbasketballspielen zufrieden geben.
Fast zeitgleich findet das Spiel der Los Angeles Clippers gegen die Hornets statt, die vor kurzem ebenfalls erst nach einer Last Minute-Niederlage gegen die Denver Nuggets ihre Koffer packen mussten. Die Clippers kommen ebenfalls von einem back-to-back Spiel gegen die Suns (103-99) und müssen auf eine Niederlage der Warriors und einen gleichzeiten Sieg über die Hornets hoffen. Denn ansonsten würden sie auf Rang 9 bleiben und somit die Playoffs verfehlen.
Es wird für beide Teams ein Kampf bis zum bitteren Ende und sie werden alles geben, damit sie den letzten Playoffspot ihr Eigen nennen können. Die Lakers haben Glück, dass sie den direkten Vergleich gegen die Clippers und die Warriors gewonnen haben, denn sonst könnten auch sie noch die Playoffs verfehlen, da sie die selbe Bilanz haben wie die Warriors (40-41).
Ausserdem stehen nun auch schon einige Partien für die Playoffs fest:
Utah Jazz – Houston Rockets
Denver Nuggets – San Antonio Spurs
Andere Partien stehen noch nicht fest, da es im Westen noch von Platz 7 bis 9 alles anders aussehen könnte, und auch im Osten noch etwas auf 6-8 passieren könnte und auch die Cavaliers dort noch den Bulls den zweiten Platz wegnehmen könnten, da beide die selbe Bilanz haben. Es gibt also viele Finalspiele am letzten Tag und das besondere Augenmerk liegt auf Golden State – Portland.
Morgen wird dann mein Preview zu den gesamten Playoffpartien abgegeben.
BBL Awards 2007
Die ersten vier Awards für die Basketball-Bundesliga wurden bekanntgegeben: Der Offense- und Defense Player des Jahres sowie Rookie und Newcomer. Erst die weniger überraschenden Sachen: Casey Jacobsen wurde zurecht Offensivspieler des Jahres, mit einem Punkteschnitt von 16,4 Punkte, mit denen er auf Platz 2 der Scorerliste steht.
Er hat diese Saison zwar erst 18 Spiele bestritten, scorte dafür die restlichen Spiele aber konstant, konnte zudem 3 Assists pro Spiel geben und holte durchschnittlich 0.5 Offensivrebounds. Der Amerikaner vertraut in seiner Offense vor allem seinem tödlichem Wurf, gegen Ulm setzte er zum Beispiel 7 von 9 Dreiern in den Korb. Zweiter der Wahl wurde Berlins Guard Julius Jenkins, Topscorer bei Alba mit 15,1 Punkten.
Rookie des Jahres wurde Nicolai Simon, 20 Jahre junger Aufbauspieler der auch bei Berlin sein Geld verdient. Mit 98:35 Stimmen gewann er dieses Duell gegen meinen persöhnlichen Favoriten Martynas Mazeika von den Telekom Baskets Bonn, der von Berlin ausgeliehen ist. Ganze 11 Minuten steht Simon pro Partie auf dem Feld und erzielt dort 2,4 Punkte pro Partie mit einer durschnittlichen Effizienz von 3.
Der Newcomer des Jahres (Spieler in seiner ersten BBL Saison unter 25) ist der Ludwigsburger Je’Kel Foster, der dort nicht nur am längsten auf dem Feld steht mit 33,3 Minuten sondern mit 14,2 Punkten pro Spiel konstanter Scorer hinter Jerry Green ist und mit 1,6 Steals auf Platz 6 der besten Balldiebe der Bundesliga steht. Zweiter Platz bei den Newcomern wurde Zygimantans Janusas, Dritter der Ulmer Jonathan Levy.
Aber die wahre Überraschung Folgt zum Schluss.
Für viele war die Wahl des Defenseplayers des Jahres eigentlich klar, es müsste Berlins Megaathlet Sharrod Ford werden, der schon für Phoenix und die Hornets auf Korbjagd ging. Doch es war knapp, und Ford hat die Wahl verloren.
Der Gewinner ist ein Kölner. Nein, nicht Marcin Gortat, sondern Immanuel McElroy, der Kölner Kämpfer.
Eigentlich hätte Ford den Award gewinnen müssen, seine Defenseleistung am Brett war einfach genial diese Saison, ganze 2,4 Blocks konnte er pro Spiel verzeichnen, eine überirdische Leistung. Doch seine One-on-one Verteidigung war nicht perfekt und auch die Helpside lässt zu wünschen über.
McElroy verkörpert nicht nur dies, sondern noch mehr. Er ist ein Kämpfer, ein Arbeitstier an beiden Enden des Courts. Nicht nur diese Saison, sondern seit er das Kölner Trikot überstreift, was seit 3 Jahren der Fall ist. Und das wird wohl auch der Grund für die Wahl sein, seine Kämpfernatur. Aber auch seine Mannverteidigung und Helpside werden wohl auch geholfen haben. Ähnlich wie Foster ist er auch ein guter Balldieb, 1,1 Steal kann er pro Partie machen, nicht überragend aber konstant.
Die Coaches und Medienvertreter werden sich sicherlich schwer getan haben bei dieser Wahl, aber meiner Meinung nach ist es -bis jetzt- gerecht ausgefallen.
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