Bamberg Meister der Basketball Bundesliga!
Am Dienstag Abend war es endlich so weit. Der Sieger der BBL wurde gefunden. Durch einen 64:63 Sieg durften die Brose Baskets Bamberg die Schale zum 2. mal hochhalten. Dirk Bauermann, Trainer der Baskets, schon zum 9. Mal. Damit ist er einer der erfolgreichsten, wenn nicht sogar der erfolgreichste Trainer Deutschlands. Zu verdanken hat er es Casey Jacobsen, dem Finals-MVP, Robert Garrett , Topscorer des gestrigen Spiels und seinem Aufbauspieler und Denker des Teams Steffen Hamann. Aber auch K’Zell Wesson der im Finale einen Reboundschnitt von 11,3 hatte. Dazu noch Center Darren Fenn, der in den ganzen Playoffs Einsatz zeigte und den Verletzen Chris Ensminger vertrat. Wegen der Verletzung durfte auch Jugend Nationalspieler Tim Ohlbrecht länger ran, und zeigte auch dementsprechende Leistungen, so war er doch Dienstag zur Halbzeitpause noch Topscorer des Teams.
Auf seiten der Quakenbrücker schmerzte vor allem der Ausfall des Aufbauspielers Filiberto Rivera, der in den Playoffs zur Leitfigur wurde. In vertrat Bryan Bailey, aber leider nicht gut genug. Auch Lamont McIntosh traf nicht mehr so hochprozentig wie gegen Köln oder Alba Berlin. Wer hingegen gut getroffen hat ist Jan Rohdewald. Ihm möchte ich meinen Respekt zollen, denn er hat in den Playoffs unglaubliche 53,3% von der 3er Linie getroffen. Für mich ist und bleibt er der beste Werfer der BBL. Auch noch vor Casey Jacobsen.
Das letzte Spiel verlief seit der ersten Minute, wo Fenn die ersten 3 Punkte erzielte, spannend. Im ersten Viertel konnte Quakenbrück sich zwar zeitweilig mit 10 Punkten absetzen, und gewann das Viertel mit 20 zu 12. Danach begann die Aufholjagd der Bamberger, die bis auf 2 Punkte herankamen, vor allem durch ihre wunderschöne Defense, sie ließen die ersten Minuten keinen Gegenkorb zu, und suchten durch Passpiel gezielt den freien Mann, der dann sicher Abschließen konnte. Meistens war dies Tim Ohlbrecht, der alle seiner 7 Punkte in der 1. Halbzeit machte, teilweise auch mit schön anzusehenden Dunks. Allerdings war die 3er Quote beider Teams grausam, so trafen die Brose Baskets ihren ersten 3er erst nach 14 versuchen. Auch Quakenbrück konnte von außen nicht Punkten, da Rohdewald und McIntosh keinen guten Tag hatten, jedoch trafen Bailey, Prewitt und Hess einige 3-Punkte-Würfe.
In der 2. Hälfte verlief das Spiel immernoch recht knapp, doch gegen Ende konnte Bamberg einen 7 Punkte Vorstand rausholen, nicht zuletzt durch die wunderbare Leistung der beiden deutschen Guards, Garrett und Hamann. Garrett zimmerte einen 3er nach dem anderen ein, vor allem in der Schlussphase als die Artlander wieder ran kamen-durch Adam Hess (der am Ende Topscorer des Spiels mit 21 Punkten war).
Doch entschieden war das Spiel schon fast als Quakenbrücker Center Darius Hall durch ein angebliches unsportliches Fouls rausflog. Er sprang zu einem möglichen Tip-in hoch, mit ausgestrecktem Arm, der Ball ging aber rein ins Netz. So kam Hall wieder runter, grade dabei seinen Arm einzufahren. Unglücklicherweise stand neben ihn Vincent Yarbrought. Im runterkommen kam Halls Arm an Vincents Nase, ob das beabsichtigt war, da kann man sich drüber streiten. Meiner Meinung nach war es ein unglücklicher Unfall. Doch Hall bekam das unsportliche Foul. Also bekamen die Bamberger 2 Freiwürfe + Ballbesitz.
Aber die Niedersachen gaben immer noch nicht auf, und kämpften sich bis in die Schlusssekunden auf einen Punkt ran. In den letzen 7 Sekunden hatten sie sogar Ballbesitz. McIntosh stürmt nach vorne, kämpft sich durch die Reihen zum Korb. Er hat Platz zum Korbleger, legt ab und-verlegt. Canar-Medley kann den Tip-In nicht machen. Prewitt kriegt den Ball noch in seine Hände aber kriegt den Ball nicht durchs Netz. Als die Schlusssirene ertönte springt die Bamberger Bank jubelnd auf und fängt an zu feiern. In der Halle der Dragons herrscht auch kurzes schweigen doch man wird sich letztendlich bewusst das man 2. geworden ist, wobei man so grade eben in die Playoffs gekommen ist, als achter . Das hat noch kein Team vorher geschafft. Genauso wenig wie man seit endlosen Jahren Alba Berlin nicht mehr in der ersten Runde gesweept hat.
Die Brose Baskets sind dieses Jahr zum 2. Mal nach 2005 meister geworden, und spielen seit Jahren Basketball den man mit dem von Berlin messen kann, dieses Jahr sogar noch mehr. Doch wie die Zukunft aussehen wird ist ungewiss. Berlin hat das größere Etat und man bangt um die Verlängerung von Leistungsträger Casey Jacobsen, den es vielleicht in die NBA ziehen wird. Man kann also auf eine spannende Offseason hoffen.
LeBron James bald in Deutschen Arenen zu sehen?
Ja, vielleicht wird man in Ulm die Ehre haben irgendwann LeBron James zu sehen. Aber auch nur vielleicht. Und nur auf der Tribüne. Warum? Dru Joyce III, 1,82 Meter großer Point Guard, wird ratiopharm Ulm in der nächsten Saison vertsärken. Er war zu seiner Highschool Zeit mit James eng befreundet und spielten zusammen in einem Team. Schon vorher kannten sich die beiden, zusammen mit 2 anderen Jugendlichen hatten sie das Streetballteam „North East Ohio Shooting Stars“ gegründet womit sie in Orlando und Salt Lake City Finals ihrer Altersgruppe in einem Streetballtunier erreichten. Schon im zarten alter von 12 jahren verbrachten die beiden ihre Ferienzeit auf dem Streetcourt.
Danach, in ihrer Highschoolzeit stand Joyce immer im Schatten von James, durfte sich aber darüber freuen, auf ESPN gezeigt zu werden, und das nicht selten.
Anders als sein Freund ging er aber auf das Akron College, Lebron hingegen wagte den Schritt in die NBA. Aus dem College, welches zuvor nur schlechtes Mittelmaß war, machte er zusammen mit Forward Romeo Travis, der auch auf der Highschool zusammen mit den beiden gespielt hatte, ein Winnerteam. In seinem letzten College Jahr hatten sie eine Bilanz von 26-7, womit sie ihre MAC Conference anführten. Joy zählte in der Zeit zu den besten Pointguards eben jener Conference. Zwar nicht als Scorer aber als Pass-First Point Guard, der in seiner Senior Saison 10 Punkte, 4,3 Assists und 2,1 Rebounds pro Spiel erzielte. Zudem bewies er von seinen Fähigkeiten als Schütze, so traf er zuletzt knapp 40 von der 3er Linie und 42 Prozent Wurfquote.
Auf ihn aufmerksam wurde Coach Mike Taylor, als er im Juni in einem Camp nach Spielern sichtete. Dru soll mit seinen Fähigkeiten Kyle Bailey als Backup zur Verfügung stehen. außerdem soll sein Spiel dem von Austen Rowland erinnern, der Ulm ende dieser Saison verlassen hat.
Allerdings wird man kaum darauf hoffen können James bald auf der Tribüne zu sehen, da er sich entweder auf seine Saison vorbereitet oder selber in der NBA Spiele bestreiten muss. Nach seinem Scheitern in den Finals wird man nicht von LeBron erwarten sich Spiele der Freunde anzuschauen, sondern an seinen Fähigkeiten zu arbeiten.
Aus Oldenburg hingegen ist die Meldung eingetroffen das Carl Krauser, Doron Perkins und Ajmal Basit keinen Vertrag für die nächste Saison erhalten werden. karl Crauser, bei dem man dachte er würde die BBL als Sprungbrett für die NBA benutzen hat alle arg enttäuscht. Mit Schlechten Wurfquoten, wenigen Punkten und häufigen Ballverlusten sieht man für ihn keine Zukunft mehr in Oldenburg, da man mit Jason Gardner für die Spielmacherposition schon genug ausgesorgt hat.
Mit Pascal Roller und Patrik Femerling wird man in der nächsten Saison vielleicht 2 Nationalspieler in der BBL wiedersehen. Femerling sagte in einem Interview mit dem Tagesspiegel: „Warum nicht? In der basketballfreien Zeit lebe ich ohnehin in Berlin und würde gern wieder hier spielen. Es ist aber nichts konkret, und ich befinde mich derzeit in Gesprächen mit verschiedenen Vereinen. Und bei Alba muss ohnehin erst die Trainerfrage geklärt werden.“ Da in der Bundesliga ab der nächsten Saison wieder mit Deutschquote gespielt wird sind mehrere Teams hinter derzeitigen Nationalspielern im ausland her. Christopher McNaughton z.B. wird sich über viele Angebote freuen können.
Auch um Pascal Roller gibt es Gerüchte. Angeblich soll es eine Klausel in seinem Vertrag geben die besagt, das er ein Auslandsjahr hat, in dem er in einer internationalen Liga spielen darf, und danach zurück nach Frankfurt wechselt. Bei dem neuen Coach Murat Didin soll er ganz oben auf der Liste der Spieler für die nächste Saison stehen.
Was passiert wenn…
Quakenbrück meister wird?
Und was wenn Bamberg Meister wird?
Wer spielt dann Euroleague und wer ULEB Cup?
Derzeit sieht das Standing so aus:
1. RheinEnergie Köln 45
2. ALBA Berlin 37
3. Brose Baskets 25
EnBW Ludwigsburg 25
5. Eisbären Bremerhaven 20
6. Artland Dragons 13
7. Telekom Baskets Bonn 8
8. Bayer Giants Leverkusen 4
9. EWE Baskets Oldenburg 1
Gießen 46ers 1
Wenn Quakenbrück gewinnt sieht es so aus:
1. RheinEnergie Köln 45
2. Artland Dragons 43
3. Brose Baskets 41
4. ALBA Berlin 37
5. EnBW Ludwigsburg 25
6. Eisbären Bremerhaven 20
7. Telekom Baskets Bonn 8
8. Bayer Giants Leverkusen 4
9. EWE Baskets Oldenburg 1
Gießen 46ers 1
Und wenn Bamberg meister wird sieht das ganze so aus:
1. Brose Baskets 55
2. RheinEnergie Köln 45
3. ALBA Berlin 37
4. Artland Dragons 29
5. EnBW Ludwigsburg 25
6. Eisbären Bremerhaven 20
7. Telekom Baskets Bonn 8
8. Bayer Giants Leverkusen 4
9. EWE Baskets Oldenburg 1
Gießen 46ers 1
Damit wäre in dem Falle das Quakenbrück meister wird Köln in der Euroleague und die Artland Dragons im ULEB Cup, sollte Bamberg Meister werden spielen diese Euroleague und Köln würde im ULEB Cup spielen. Köln müsste sich aber für die erste Hälfte der neuen Saison bei Euroleague Spielen wieder in die Düssledrofer Halle umziehen, da der Energy-Dome zu wenige Sitzplätze fasst. Ab 2008 wird dann die neue Halle in Hürth zur Verfügung stehen.
Was tut sich in der BBL?
So, nach knapp einem Monat Abwesenheit haben wir uns gefragt, ob wieder so ein Wechselwarn in der Basketball Bundesliga ausbricht wie letztes Jahr, als mehr wie 150 Spieler kamen und gingen. Bis jetzt hat sich schon einiges getan – obwohl die Saison noch nicht einmal vollständig beendet ist. Bamberg qualifizierte sich gestern schon für das Finale durch einen Sieg gegen Ludwigsburg und Köln bemüht sich grad gegen die Artland Dragons Quakenbrück den Einzug ebenfalls perfekt zu machen, um den titel zu verteidigen.
Doch bei den Vereinen die schon ausgeschieden sind oder gar nicht erst in die Playoffs gekommen sind sitzen die Manager schon vor ihren PCs um nach passenden Spieler für ihr Team zu suchen. Manche machen sich auch schon auf in die USA um dort nach den diesjährigen College-Abgängern zu scouten.
Bis jetzt wurden noch keine NCAA Spieler für die BBL verpflichtet, dafür wurde innerhalb des Landes schon so manch ein Verein gewechselt. Vorallem die Gießen 46ers haben ihre Fühler ausgestreckt, um einen Kader für die nächste Saison zusammenzustellen.
Unter dem neun Trainer Thorsten Leibenath wurde Corey Rouse als erste Neuverpflichtung der Saison vorgestellt. Der 23 jährige und 2,03 meter große Rouse wird voraussichtlich auf als Center und Power Forward auflaufen, letzte Saison bewies er auch schon als 3. bester Rebounder der Liga, das er dort mit zu den besten gehört. Der athletische Ex-Nürnberger hat seine stärke vor allem im Rebounding und in der Defensive, 10,4 Punkte, 8,6 Rebounds und 0,8 Blocks pro Spiel erzielte er letzte Saison.
Aus England kommt der nächste Spieler der für die kommende Saison unter Vertrag genommen wurde.Der Guard Shawan Robinson kommt von den Newcastle Eagles, 5,3 Punkte, 2,7 Rebounds, 1,4 Assists und 1,4 Ballgewinne pro Spiel verzeichnete er dort. Man wurde durch Thorsten Leibenath durch ihn aufmerksam, Robinson spielte nämlich in der selben Liga und schenkte ihm im Finale bei deren einzinsten Sieg 16 Punkte ein. Gießen ist seine 2. Profistation nach Newcastle, wo er vom Clemson College hinwechselte. Dort spielte er mit dem noch-Berliner Sharod Ford zusammen in der Atlantic Coast Conference.
Auch Ulm konnte schon 2 Speiler verpflichten.
Zum einen wäre da der 2,12 Koloss Sean Finn wird dem kleinsten Frontcourt der Liga beistehen. Bis jetzt haben dort der 1,87 große Jeff Gibbs und der 2,03 Meter Große Bryan Lucas gebildet, nun kommt ein echter großer dazu.
Nach seiner College-Kariere auf der Universität von Dayton spielte er erst für die New Orleans Hornets, wurde dort aber recht schnell gecuttet und versuchte sein Glück in der 1. Österreichischen Bundesliga, wo er 7,7 Punkte und 5,5 Rebounds erzielte. Danach wechselte er in die Türkei, verletzte sich dort aber und ging zurück in die USA um sich dort auszukurieren. Nach kurze Verhandlungen Ulms Trainer Mike Taylor hat er einen Vertrag unterschrieben.
Außerdem verpflichteten die Ulmner Kyle Bailey von der BG Göttingen. Denen verhalf er letzte Saison zum 1.Liga-Aufstieg mit starken 20,8 Punkte, 5,7 Rebounds, 3 Assists und 2,8 Steals pro Spiel. Er wurde als Levy Ersatz geholt, der letztjährige Ulmner Topscorer wird den Verein verlassen. Combo-Guard Baily wird die Position des Spielmachers übernehmen, denn auch Austen Rowland wird keinen neuen Vertrag in Ulm unterschreiben.
Auch wird Center Maksym Shtein Ulm Richtung Frankfurt verlassen. Dort war der Offensiv-Starke Center Wunschkandidat von Murat Didin. Allerdings wird er dort nur einen kleinen Teil in der Rotation spielen, wie Didin bekannt gab. Seine 7,4 Punkte und 2,9 Rebounds in der letzen Saison wird man bei rathiopharm Ulm sicherlich nicht nachheulen, immerhin wurde ja ein „richtiger“ Center verpflichtet.
Nach Frankfurt wird auch Jimmy Hunt wechseln. Der Pointguard ist ein brandgefährlicher Schütze, letzte Saison in Slowenien hatte er eine Wurfquote von 55,9% und eine 3er Quote von 38,9%. Zudem erzielte er 18,4 Punkte und 3,0 Assists pro Spiel. Murat Didin wollte ihn auch unbedingt längerfristig an den Verein binden, da er jede Menge Potenzial in Hunt sieht, und ließ ihn über 3 Jahre unterschreiben. Seine stärke liegt auch in seiner Athletik und seiner Physischen stärke.
Und auch innerhalb der Liga hat sich ein spektakulärer Wechsel ergeben. Bonns Topscorer und einer der gefährlichsten Guards der Liga, Jason Gardner wird in der nächsten Saison in dem Trikot der EWE Baskets Oldenburg auflaufen. Der Aufbauspieler erzielte letzte Saison 14,6 Punkte, machte 4 Rebounds und gab 2,7 Assists. Seine stärke liegt in seinem schnellem Spiel, seinem Zug zum Korb und seinem Wurf. Seine Quoten lagen letzte Saison bei knapp 40% Würfen aus dem Feld und 37% Dreiern. Voraussichtlich wurde er als Ersatz für Desmond Peningar geholt, der letzes Jahr 3. bester Scorer der BBL war.
BBL News-Canack und Penny wieder im Training/Jenkins verlängert um 2 Jahre
-Einen wichtigen Schritt nach vorne für die nächste Saison haben die Verantwortlichen von Alba Berlin getroffen. Mit dem 26 Jahre altem Alba-Topscorer Julius Jenkins wurde der Vertrag um 2 Jahre verlängert. Der amerikanische Guard erzielte diese Saison in Berlin 15,1 Punkte, 2,9 Rebounds, 2,3 Assists und 1,3 Steals in 31 BBL-Spielen und stand damit auf Platz 8 der Scorerliste.
Julius Jenkins’ Worte zu der Verlängerung: „Ich mag Berlin und ALBA wirklich gern. Der Club wird sehr professionell geführt und ich verstehe mich gut mit allen, die hier arbeiten. Seitdem ich nach Berlin gekommen bin, läuft alles sehr gut für mich. Die Entscheidung für ALBA ist mir deshalb leicht gefallen. Jetzt freue ich mich auf die Playoffs und darüber, dass ich in Berlin bleibe.“
Auch Headcoach Henrik Rödl ist mit der Verlängerung sehr zufrieden. Nun versucht man den Meistertitel zu holen um nächstes Jahr Euroleague spielen zu können.
-Weitere gute Nachrichten für Berliner Fans: Kirk Penney und Nenad Canak steigen wieder in das Training ein nachdem sie wegen Problemen in der Leistengegend am 20.4 operiert worden sind. Sie sind jetzt allerdings wieder voll belastbar und haben Donnerstag Abend schon wieder mittrainiert.
Köln ist deutscher Pokalsieger
Schon nach dem Spiel gegen Berlin war Vielen klar: Köln muss den Pokal gewinnen. Letztendlich geschah dies auch. Nachdem man Alba Berlin überraschend im Viertelfinale schlagen konnte, war der Weg frei für das Top Four.
Im ersten Halbfinalspiel konnten sie sich gegen EnBW Ludwigsburg behaupten, Nadjfeji und Mallet waren mit 17 bzw. 22 Punkten Hauptverantwortliche für die Niederlage der Ludwigsburger, die sich mit 72:85 geschlagen in die Partie um Platz 3 begeben mussten.
Ein paar Defizite der EnBW waren, dass keiner richtig scoren konnte, niemand kam über 13 Punkte, nicht einmal Jerry Green, der eine noch so starke Saison hinter sich hatte. Auch Je’Kel Foster wusste nicht zu überzeugen.
Auf Seiten der Rheinländer sah es hingegen anders aus. Neben Mallet und Nadjfeji konnte Defense Player of the Year Immanuel McElroy 12/9/2(Steals) auflegen. Marcin Gortat machte zwar nur 7 Punkte und holte 2 magere Bretter, konnte aber 3 Würfe blocken.
Hier Statements der Trainer:
EnBW-Coach Silvano Poropat: „Gratulation an Sasa Obradovic und seine Mannschaft. Köln hat mit mehr Energie gespielt. Sie waren schneller und haben die wichtigen Würfe getroffen. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme mit Aleksandar Nadjfeji und Demond Mallet. Im zweiten Durchgang lief es dann besser; und nach 30 Minuten sind wir endlich aufgewacht. Als Jerry Green jedoch mit fünf Fouls raus musste, wurde es für uns wieder schwerer.“
RheinEnergie-Coach Sasa Obradovic: „Der Schlüssel zum Sieg war heute, dass wir weniger Ballverluste als in den vorausgegangenen Ligaspielen hatten. Zudem sind wir sehr diszipliniert aufgetreten und haben von jedem Spieler eine Extraportion Energie erhalten.“
In Spiel 2 des Halbfinales setzte sich Quakenbrück gegen Bremerhaven durch. 78:79 (44:33), ein knapperes Spiel gab es kaum diese Saison.
Vor allem der Artlander Jan Rohdewald, dessen Bruder ab der nächsten Saison ganz in der Nähe den UBC Münster trainieren wird, konnte mit seinen 15 Punkten auf sich aufmerksam machen, alle waren 3er. Topscorer war allerdings Lamont McIntosch mit 17 Punkten und 3 3ern.
Bei den Nordfriesen konnte Jonusas die meisten Punkte erzielen, 16 an der Zahl.
Was man erst auf dem 2. Blick sieht, die Bank der Niedersachsen war besser, so machte diese 35 Punkte, die Eisbären konnten dagegen „nur“ mit 27 Bankpunkten dagegenhalten. Eine enorme Zahl an Turnovers hat sich Bremerhaven auch geleistet, ganze 18 verlorene Bälle stehen den 7 Turnovern von Quakenbrück gegenüber.
Im Spiel um Platz 3 konnte Ludwigsburg die Eisbären mit 82:74 schlagen, mit 29 Punkten war Gordon Scott nicht nur Topscorer dieses Spiels, sondern auch des gesamten Top 4 Turniers. Eigentlich macht der Flügel der Schwaben nur 7 Punkte pro Spiel in der BBL, konnte aber heute enorme Akzente setzen, eigentlich machte er den Unterschied zwischen den beiden Teams, PG Jerry Green machte, wie schon im ganzen Top 4, ein Spiel, welches unter seinem Normal-Level lag.
Der Trainer der Eisbären Bremerhaven, Sarunas Sakalauskas, fand auch schon gleich eine Ausrede für die Niederlage:“Wir waren müde, unter anderem auch deshalb, weil wir gestern zwei Stunden später gespielt haben und somit weniger Zeit zur Regeneration hatten.“
Aber er sagte auch: „In dem ausgeglichenen Spiel hat auch Gordon Scott letztlich den Unterschied gemacht.“
Das Finale war fast so spannend, wenn nicht sogar noch spannender als das Spiel der Drachen gegen die Eisbären. Mit 60 zu 58 konnten die Kölner ihren 3. Pokalsieg in den vergangenen 4 Jahren feiern.
Grund war einerseits sicherlich die Defensive Leistung der Kölner, man konnte insgesamt 8 Würfe blocken, 5 davon kamen von Marcin Gortat, der zudem noch 10 Punkte und 5 Rebounds dazusteuerte, allerdings am Ende auch mit 5 Fouls vom Platz flog.
Topscorer war Demond Mallet mt 21 Punkten, von denen er 12 allein durch Dreier machte. Kapitän Nadjfeji machte nur 4 Punkte und 8 Rebounds, dazu noch 8 Turnover. Eigentlich zuviel für den intelligentesten Spieler der BBL.
Auf Seiten der Quakenbrücker konnte der Münsteraner Jan Rohdewald seine Leistung vom Halbfinalspiel nicht noch einmal abrufen, er konnte nur 5 Punkte erzielen. Die meisten Punkte erzielte Niklas Medley mit 13, gefolgt von Adam Hess mit 12.
Top Rebounder war Devin Green mit 8 Brettern, allerdings enttäuschte er über das ganze Spiel mit nur 4 Punkten, 4 Fouls und 3 Turnovern.
Das sagten die Trainer zu dem Spiel:
Kölner Trainer Sasa Obradovic: „Wir haben uns zu diesem Termin sehr gut gefühlt. Wir haben schon gestern sehr gut gespielt und haben in der ersten Halbzeit dort weitergemacht. Wir haben im dritten Viertel den Faden verloren, obwohl wir eigentlich einen Plan hatten. Dies hatte auch mit der guten Verteidigung von Artland zu tun. Wir haben in dieser Phase schlechte Entscheidungen getroffen. Danach haben wir Charakter gezeigt und dagegen gehalten.“
Dragons Coach Chris Fleming: „Erst einmal Glückwunsch an Köln zum Titelgewinn. In der ersten Halbzeit hat Köln uns förmlich aus der Halle gerannt. In der zweiten Halbzeit haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden, aber Köln hat weiter dagegen gehalten. Wir haben, wie so oft, die erste Halbzeit verpennt. Zum Schluss hatten wir trotzdem genügend Chancen zu gewinnen. Wenn man eine Meisterschaft gewinnen will, dann muss man die zum Schluss gebotenen Chancen besser verwerten.“
News aus der BBL
-Spalding ist neuer Ausrüster der Basketball Bundesliga. Ab der nächsten Spielzeit 2007/2008 wird Spalding den jetzigen Ausrüster Molten ablösen, im dem sie Spielgeräte bereitstellen, Austattung der Schiedsrichter und Lieferungen von Freizeit Korbanlagen.
BBL-Geschäftsführer Jan Pommer sagte dazu: „Mit Spalding haben wir ein sehr renommiertes und traditionsreiches Unternehmen gewonnen, das mit seiner Produktpalette hervorragend zur Liga passt. Die Kooperation geht weit über eine reine Ballpartnerschaft hinaus. Zudem bietet sie uns die Möglichkeit, noch gezielter auf die Wünsche der Fans einzugehen“.
Der Vize President von Spaldings, Jim Bowen verspricht „die Sportart Basketball weiter zu popularisieren“, und wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit der BBL.
-Bei dem diesjährigem Lizenzierungsverfahren für die Saison 2007/2008 konnte erfreulich mitgeteilt werden, dass alle Teams außer die Sportlichen Absteiger eine Lizenz erhalten haben.
-Köln ist Deutscher Pokalsieger, man hat im Finale die Artland Dragons Quakenbrück besiegt, 3. wurde Ludwigsburg vor Bremerhaven. Ein ausführliches Recap wird noch folgen. Es war der 3. Pokalsieg seit der Saison 2004. 2005 und 2007 konnten man ihn auch holen, 2006 gewann ihn Alba Berlin.
BBL Awards 2007
Die ersten vier Awards für die Basketball-Bundesliga wurden bekanntgegeben: Der Offense- und Defense Player des Jahres sowie Rookie und Newcomer. Erst die weniger überraschenden Sachen: Casey Jacobsen wurde zurecht Offensivspieler des Jahres, mit einem Punkteschnitt von 16,4 Punkte, mit denen er auf Platz 2 der Scorerliste steht.
Er hat diese Saison zwar erst 18 Spiele bestritten, scorte dafür die restlichen Spiele aber konstant, konnte zudem 3 Assists pro Spiel geben und holte durchschnittlich 0.5 Offensivrebounds. Der Amerikaner vertraut in seiner Offense vor allem seinem tödlichem Wurf, gegen Ulm setzte er zum Beispiel 7 von 9 Dreiern in den Korb. Zweiter der Wahl wurde Berlins Guard Julius Jenkins, Topscorer bei Alba mit 15,1 Punkten.
Rookie des Jahres wurde Nicolai Simon, 20 Jahre junger Aufbauspieler der auch bei Berlin sein Geld verdient. Mit 98:35 Stimmen gewann er dieses Duell gegen meinen persöhnlichen Favoriten Martynas Mazeika von den Telekom Baskets Bonn, der von Berlin ausgeliehen ist. Ganze 11 Minuten steht Simon pro Partie auf dem Feld und erzielt dort 2,4 Punkte pro Partie mit einer durschnittlichen Effizienz von 3.
Der Newcomer des Jahres (Spieler in seiner ersten BBL Saison unter 25) ist der Ludwigsburger Je’Kel Foster, der dort nicht nur am längsten auf dem Feld steht mit 33,3 Minuten sondern mit 14,2 Punkten pro Spiel konstanter Scorer hinter Jerry Green ist und mit 1,6 Steals auf Platz 6 der besten Balldiebe der Bundesliga steht. Zweiter Platz bei den Newcomern wurde Zygimantans Janusas, Dritter der Ulmer Jonathan Levy.
Aber die wahre Überraschung Folgt zum Schluss.
Für viele war die Wahl des Defenseplayers des Jahres eigentlich klar, es müsste Berlins Megaathlet Sharrod Ford werden, der schon für Phoenix und die Hornets auf Korbjagd ging. Doch es war knapp, und Ford hat die Wahl verloren.
Der Gewinner ist ein Kölner. Nein, nicht Marcin Gortat, sondern Immanuel McElroy, der Kölner Kämpfer.
Eigentlich hätte Ford den Award gewinnen müssen, seine Defenseleistung am Brett war einfach genial diese Saison, ganze 2,4 Blocks konnte er pro Spiel verzeichnen, eine überirdische Leistung. Doch seine One-on-one Verteidigung war nicht perfekt und auch die Helpside lässt zu wünschen über.
McElroy verkörpert nicht nur dies, sondern noch mehr. Er ist ein Kämpfer, ein Arbeitstier an beiden Enden des Courts. Nicht nur diese Saison, sondern seit er das Kölner Trikot überstreift, was seit 3 Jahren der Fall ist. Und das wird wohl auch der Grund für die Wahl sein, seine Kämpfernatur. Aber auch seine Mannverteidigung und Helpside werden wohl auch geholfen haben. Ähnlich wie Foster ist er auch ein guter Balldieb, 1,1 Steal kann er pro Partie machen, nicht überragend aber konstant.
Die Coaches und Medienvertreter werden sich sicherlich schwer getan haben bei dieser Wahl, aber meiner Meinung nach ist es -bis jetzt- gerecht ausgefallen.
Verlust für die BBL – Stanojevic verlässt Alba
Die Nachricht kam überraschend und war vielen unverständlich: Alba Berlins Center Jovo Stanojevic wird nach dieser Saison nicht mehr in der Basketball Bundesliga spielen.
Nach seinem Kreuzbandriss in den Playoffs der letzten Saison konnte der MVP bis zum 18. Spieltag nicht spielen. Erst beim Spiel gegen die Telekom Baskets Bonn feierte er sein Comeback – nach ca. 8 Monaten Pause.
Auch erst 8 Spieltage später konnte er ein akzeptables Spiel vorweisen, als er gegen die Paderborn Baskets 17 Punkte verzeichnete. An diesem Tag hoffte alle Alba-Fans, er würde seine Form wiederfinden, doch in den nächsten 3 Spielen konnte er nur insgesamt 11 Punkte erzielen. Enttäuschung in ganz Berlin.
Dann vor dem letzten Spiel gegen Bamberg kam die Nachricht rein: Jovo will seinen Vertrag nicht erfüllen – beim Spiel gegen die Baskets fuhr er erst gar nicht mit.
Keiner konnte es fassen, es gab viele, die fragten „warum“?
Der Grund dafür ist: Er hatte keine Geduld mehr und sah keine Perspektiven mehr in Berlin.
Am liebsten wollte er zurück in seine Heimat, nach Belgrad, wo er auch seine Profikarriere bei Partizan Belgrad begonnen hatte, bevor er 4 1/2 Jahre in Deutschland sein Geld verdiente – 2004/2005 sogar als Bestbezahltester Spieler der BBL.
Coach Hendrik Rödl sagte dies über Stanojevic: „Wir hatten einen gemeinsamen Plan, wie wir Jovo nach dem Kreuzbandriss wieder aufbauen. Zu den Playoffs sollte er möglichst annähernd zu seiner alten Stärke zurückgefunden haben und ein wichtiger Baustein unserer Rotation sein. Offensichtlich ist Jovo aber die Geduld ausgegangen. Ich bedaure sehr, dass er trotz intensiver Gespräche den Glauben an unseren gemeinsamen Weg verloren hat.“
Jovo war ein Spieler, der vielen BBL Fans ins Herz gewachsen ist. Immerhin hat er 4 1/2 Jahre in Deutschland gespielt und war letzte Saison sogar MVP, mit einem Schnitt von 16,8 Punkten und 5,8 Rebounds pro Spiel. Generell machte er in einer Saison nie unter 16 Punkte pro Spiel.
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Letzte
- Bamberg Meister der Basketball Bundesliga!
- Nadjfeji wird Köln verlassen
- Mock Draft 2007
- LeBron James bald in Deutschen Arenen zu sehen?
- Was passiert wenn…
- Was tut sich in der BBL?
- BBL News-Canack und Penny wieder im Training/Jenkins verlängert um 2 Jahre
- Playoffs 2007
- Athen und Moskau heute im Finale
- BBL News-Burrell erfolgreich operiert
- Im Osten gehts schneller!
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